Schluss mit Werbung Teil I: der Aufstand der Adblocker.

Schluss mit Werbung Teil I: der Aufstand der Adblocker.

Eigentlich gehört der Begriff „Werbetreibende“ aus den Index. Weil so gar nicht mehr passend zum Cyberzeitalter und dem Paradigmenwechsel von Werbung im Allgemeinen zu Content-Marketing im Besonderen. Was Kunden und Empfänger von „nerviger Werbung“ – wie immer man diese auch definiert – halten, zeigt der Nutzer-Run auf Adblocker-Tools.

Adblocker als Mittel des Protests

Mag sein, dass User damit die Utopie einer werbefreien Internetwelt verwirklicht sehen, nachdem die klassische Produktwerbung sie über Jahrzehnte mit „Kauf-mich-Botschaften“ torpediert hat. Die wachsende Abneigung gegen Werbung scheint darauf schließen zu lassen, dass der Konsument im dunklen Schacht des Unbewussten eine Art Hassliebe gegen Werbung pflegt. Die Entwickler von Adblockern kommt dem stillen Protest der Konsumenten entgegen, und sie liefern das probate Mittel, das im Sinne einer verkehrten Werbewelt nun den Unmut von „Werbetreibenden“, aber auch Portalbetreibern provoziert. Denn Werbung zahlt! Auch wenn Chris Anderson in seinem Buch „Free“-Geschäftsmodelle als Wertschöpfung und Vorteil für Unternehmen propagiert, mit Werbung zu verkaufen und Geld zu verdienen, bleibt legitim. Aber als ein Mittel von vielen in Zeiten der Multi-Channel-Kommunikation.

Loyalisierung geht anders

Es zeigt sich, dass die Wegstrecke der Loyalisierung länger wird, als es der Absatzkommunikation lieb ist. Nennen wir es den Weg von „Paid Media“ zu „Owned Media“ oder einfach service- und kundenorientiertes Content-Marketing. Die Kunst, Kontakt- und Leadmanagement über relevante, hochwertige Inhalte aufzuziehen und darüber nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu festigen. Die Revolution der digitalen Kommunikation geht an den Inhalten nicht vorbei. Es herrscht ein dialogisches und kollektives Prinzip. Konsumenten tauschen sich miteinander aus, kommunizieren mit Unternehmen und vice versa. So wie es im Cluetrain Manifest heißt: „Märkte sind Gespräche.“ Wer seine Gesprächs- und Marktteilhaber nicht langweilen oder abschrecken will, bemüht sich um ansprechende Inhalte und Dialogkultur. Cases zahlreicher Unternehmen, die sich über CRM und Customer Journey Marketing tief in ihre Zielgruppe hineindenken und -fühlen sowie Interessen als auch Themen evaluieren, bestätigen, dass so exzellente Kundenwert-Beziehungen entstehen. Nachmachen lohnt sich also.

Klaus E. Jopp

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Klaus E. Jopp
Brandmanagement


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