Freiheit beginnt im Kopf – Opel übernimmt pädagogisches Mandat. Werbeagentur lobt die Konkurrenz.

Freiheit beginnt im Kopf – Opel übernimmt pädagogisches Mandat. Werbeagentur lobt die Konkurrenz.

Warum nicht mal die Konkurrenz loben. Die Opel Kampagne Umparken im Kopf bildet eine souveräne Gegenposition zu einem Meinungsbild, das die Kommunikation in den letzten Jahren einfach nicht knacken konnte. Scheinbar. „Angestaubt, proletarisch, Verliererimage“ sind Additive, die der Marke immer noch anhaften. Gemessen an den technologischen Entwicklungen und Modell-Leistungen gehören diese eigentlich in die Schublade der „überholten Klischees“.

Markenreflexion à la Immanuel Kant

Da bleibt nur eines: Die Köpfe geraderücken, indem Vergleiche, Analogien und Statements neue Reflexionslichter auf die Marke werfen. Die  Schlagkraft der Kampagne scheint mit Blick auf die aktuellen Umfragewerte zu funktionieren. Sicherlich, „Umparken im Kopf“ hat etwas Aufklärerisches und erinnert an Kants „Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ und dir eine Marken-angemessene Meinung zu bilden. Doch „Störungen gehen vor“, lautet einer der Schlüsselsätze der Themenzentrierten Interaktion von Ruth Cohn. Hier ist das Mittel der (pädagogischen) Aufklärung im Format der Werbung gefragt.

Werbung als Dialog

Für die Beseitigung und Klärung von Störungen in der Markenbeziehung gehört auch der Mut, diese offen anzusprechen. So wird Werbung zum Dialog. Und bietet nebenbei eine Menge guten Stoff für Content-Marketing. Zumal „Umparken im Kopf“ die Social Crowds in die kollektive Aufklärungsarbeit einbindet. Bleibt zu hoffen, dass die Empfänger den Schalter im Kopf umlegen. Zu wünschen wäre es der Marke auf jeden Fall – und natürlich auch der Kampagne.

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Klaus Jopp
Brandmanagement


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